Die meisten Reibungsverluste auf der Baustelle entstehen nicht an der Technik, sondern an der Zuständigkeit. Der Heizungsbauer setzt die Wärmepumpe und geht davon aus, dass der Elektriker die Steuerleitung zieht. Der Elektriker findet einen SG-Ready-Eingang vor, für den niemand eine Vorgabe hinterlassen hat. Der Solarteur erfährt erst bei der Abnahme, dass die Einspeisung steuerbar sein muss.
Das HEMS Plus sitzt genau an dieser Nahtstelle. Deshalb lohnt sich ein Blick darauf, was die anderen Gewerke beitragen – auch wenn Sie nur einen Teil davon selbst ausführen.
Zählerschrank, Klemmen, Abnahme
Sie montieren das Gerät, klemmen die Signalpfade und verantworten den elektrischen Teil der Anlage.
- Hutschienenmontage im Innenraum
- Potentialfreie Kontakte zur Steuerbox
- Koppelrelais bei Lasten über 24 V
- Abnahme und Dokumentation
Wärmepumpe, SG-Ready, Betriebsführung
Sie legen fest, wie sich die Wärmeerzeugung im Sperr- und Anhebungsfall verhalten soll, und stimmen die Hydraulik darauf ab.
- SG-Ready-Betriebszustände
- Dimmen statt Abschalten nach §14a
- Speicherbewirtschaftung bei PV-Überschuss
- Übergabe der Parameter an die Elektrofachkraft
Dach, Unterkonstruktion, Modulfeld
Sie haben den Zugang zum Bestandskunden und den Anlass, über die Anlage insgesamt zu sprechen.
- Bestandskunden mit bereits vorhandener Technik
- Vollständiges Angebot statt reiner Montage
- Zusammenarbeit mit einem Elektrobetrieb
- Klare Abgrenzung der Verantwortung
Erzeugung, Speicher, Einspeisung
Sie verantworten die Erzeugungsanlage und damit die Pflichten aus §9 EEG.
- Steuerbarkeit ab 7 kWp
- 60-Prozent-Regel bis zum iMSys-Einbau
- Wechselrichter herstellerübergreifend anbinden
- Eigenverbrauch bei negativen Preisen
Wo die Übergaben zwischen den Gewerken liegen
Diese vier Übergaben gehen erfahrungsgemäß am häufigsten schief. Wer sie vorab klärt, spart sich den zweiten Anfahrtsweg.
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Platz im Verteiler klären, bevor bestellt wird
Das Gerät belegt fünf Teilungseinheiten auf der Hutschiene und braucht eine 5-V-Versorgung. Ob diese über ein USB-C-Netzteil oder ein Hutschienennetzteil erfolgt, entscheidet mit über den Platzbedarf. Im Bestandsschrank ist das häufig die eigentliche Engstelle.
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Steuerweg mit dem Netzbetreiber abstimmen
Kommt die Vorgabe digital über EEBUS oder über potentialfreie Kontakte der Steuerbox? Das legt der Netzbetreiber fest, nicht der Fachbetrieb. Die Antwort bestimmt, welche Klemmen belegt werden und wie viele Leitungen zu ziehen sind.
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Betriebsvorgaben der Wärmeerzeugung festhalten
Welche Betriebszustände soll die Wärmepumpe im Sperr- und im Anhebungsfall einnehmen? Das ist eine heizungstechnische Entscheidung, keine elektrische. Sie gehört schriftlich zur Anlage, sonst rät die Elektrofachkraft.
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Netzwerkzugang für die Inbetriebnahme sicherstellen
Für die Einrichtung wird ein Netzwerkzugang gebraucht – per Ethernet oder WLAN. Wenn der Verteiler im Keller ohne Netzabdeckung sitzt, muss das vor dem Inbetriebnahmetermin geklärt sein, nicht währenddessen.
Ihre Konstellation ist nicht dabei?
Beschreiben Sie uns die Anlage – welche Geräte verbaut sind, was der Netzbetreiber verlangt, wo es klemmt. Wir sagen Ihnen, ob und wie sich das abbilden lässt.