Vier Gewerke, eine Schnittstelle

Ein Energiemanagementsystem berührt fast jedes Gewerk am Haus. Diese Übersicht zeigt, wer welchen Teil verantwortet und an welchen Stellen Sie sich mit den anderen abstimmen müssen, damit die Anlage am Ende netzdienlich läuft.

Die meisten Reibungsverluste auf der Baustelle entstehen nicht an der Technik, sondern an der Zuständigkeit. Der Heizungsbauer setzt die Wärmepumpe und geht davon aus, dass der Elektriker die Steuerleitung zieht. Der Elektriker findet einen SG-Ready-Eingang vor, für den niemand eine Vorgabe hinterlassen hat. Der Solarteur erfährt erst bei der Abnahme, dass die Einspeisung steuerbar sein muss.

Das HEMS Plus sitzt genau an dieser Nahtstelle. Deshalb lohnt sich ein Blick darauf, was die anderen Gewerke beitragen – auch wenn Sie nur einen Teil davon selbst ausführen.

Wo die Übergaben zwischen den Gewerken liegen

Diese vier Übergaben gehen erfahrungsgemäß am häufigsten schief. Wer sie vorab klärt, spart sich den zweiten Anfahrtsweg.

  1. Platz im Verteiler klären, bevor bestellt wird

    Das Gerät belegt fünf Teilungseinheiten auf der Hutschiene und braucht eine 5-V-Versorgung. Ob diese über ein USB-C-Netzteil oder ein Hutschienennetzteil erfolgt, entscheidet mit über den Platzbedarf. Im Bestandsschrank ist das häufig die eigentliche Engstelle.

  2. Steuerweg mit dem Netzbetreiber abstimmen

    Kommt die Vorgabe digital über EEBUS oder über potentialfreie Kontakte der Steuerbox? Das legt der Netzbetreiber fest, nicht der Fachbetrieb. Die Antwort bestimmt, welche Klemmen belegt werden und wie viele Leitungen zu ziehen sind.

  3. Betriebsvorgaben der Wärmeerzeugung festhalten

    Welche Betriebszustände soll die Wärmepumpe im Sperr- und im Anhebungsfall einnehmen? Das ist eine heizungstechnische Entscheidung, keine elektrische. Sie gehört schriftlich zur Anlage, sonst rät die Elektrofachkraft.

  4. Netzwerkzugang für die Inbetriebnahme sicherstellen

    Für die Einrichtung wird ein Netzwerkzugang gebraucht – per Ethernet oder WLAN. Wenn der Verteiler im Keller ohne Netzabdeckung sitzt, muss das vor dem Inbetriebnahmetermin geklärt sein, nicht währenddessen.

Ihre Konstellation ist nicht dabei?

Beschreiben Sie uns die Anlage – welche Geräte verbaut sind, was der Netzbetreiber verlangt, wo es klemmt. Wir sagen Ihnen, ob und wie sich das abbilden lässt.